Kuh-Working Space

Das Telefon klemmt zwischen Ohr und Schulter, der Arm steckt bis zum Ellenbogen in Erna. Szenen wie diese sind im Co-Working-Space in Ebstorf an der Tagesordnung. »Wir müssen Brücken schlagen, gerade im digitalen Zeitalter«, kommentiert Gründer und Visionär Uli das Geschehen. Für den gelernten Landwirt gehören New Work und Stallgeruch zusammen. In seiner Scheune vermietet er ein Dutzend Arbeitsplätze an Start-ups, Freiberufler und Digitalnomaden, inklusive Milch (euterwarm) und etwas Gülle (für die Biogasanlage).

Vorausgesetzt wird, dass die Kleinunternehmer Uli auf seinem Hof auch mal unter die Arme greifen. »Tiernähe erdet einen«, berichtet der anfangs genannte Free -lancer, noch immer am Telefon und in Erna. Visionär Uli zeigt uns den Konferenzraum: »Der kann von allen genutzt werden, auch von den Mastschweinen.« Bei Verhandlungen hilft das ungemein. Man wird sich schnell einig. Warum, das kann man nur mutmaßen. Wie er auf die Idee zu seinem Kuh-Working Space kam? »Die Milchpreise sind seit Jahrzehnten im Keller und die jungen Leute zieht es aufs Land.«

Kuh Erna gluckst zufrieden, als der Freelancer den Deal am Telefon eingetütet hat.

Eines muss man Uli lassen: Er hat einen Bedarf erkannt und sofort zugeschlagen! Im Landkreis Uelzen gilt er bereits als neuer Steve Jobs.

MG

Zeichnung CLEMENS OTTAWA
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