Eine Viertelstunde volle Pulle nichts

von PETER KÖHLER


Isa Pappenberger gibt mit rechts einen Text ein, telefoniert mit links und überfliegt mit halbem Auge ein Papier vor ihr auf dem Bürotisch, während das andere halbe zusammen mit dem übrigen Ohr auf ihren Chef gerichtet ist. Ihr Kopf nickt im Takt seiner Worte, denn auch im härtesten Stress hält sich Isa Pappenberger fit: Die engagierte Bürokauffrau sorgt dafür, dass ihre Halsmuskulatur während der Arbeit nicht irgendwo festhakt, und bewegt ihre Beine munter auf dem Hometrainer, den sie anstelle eines Drehstuhls benutzt – angeschafft auf Kosten der Firma, das hat die Gewerkschaft durchgesetzt.

Zeichnung: Freimut Woessner

Isa Pappenberger, die in der Firmenzentrale der Münchner Megaflott KG gern arbeitet, ist von Kopf bis Fuß bestens eingetaktet – nicht nur im Büro. »Dass manche Kollegen unter einem vor Terminen überlaufenden Zeitplan einknicken, unter der Last ihrer To-do-Liste nicht mehr wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind, und abends vollständig ausgehöhlt nur noch in die Flimmerkiste stieren können: Das ist ihr bis ins Innerste fremd«, erläutert für sie Frau Dr. Sana Leibl-Köpper, die seit vier Jahren Isa Pappenberger betreut, genau wie alle anderen in der Firma. Damals war Isa auf dem Zahnfleisch angekommen. Mit Leibl-Köppers Hilfe hat sie ihren Tag von A bis Z neu durchgeformt, so dass er zu ihrem Beruf und auch zu ihr passt.

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