Er nannte sich Ed
UNSERE BESTEN
Von MATHIAS WEDEL
Wenn »vorsorglich« dementiert wird, was gar nicht bekannt ist, ist für gewöhnlich eine ganz große Schweinerei im Gange! Aus dem Weißen Haus hieß es eines Tages, es sei absolut unwahr, eigentlich aus der Luft gesogen, ja reineweg gelogen, dass aus der NSA – dem größten amerikanischen Geheimdienst zur Ausspähung des Auslands – diese und jene Daten und vielleicht auch diverse Büroartikel weggekommen bzw. momentan nicht aundbar seien. Aber man werde den dreisten Dieb rasch erwischen, an einer Tankstelle oder in einem schäbigen Motel.

Zu fraglicher Zeit – es war der 6. Juni 2013, Bild erschien mit der Schlagzeile »Sex – warum er so gesund ist« – war ein gewisser Edward Snowden schon im Flieger. Bei sich im Umhängetäschchen hatte er 1,7 Millionen geheime Dokumente auf SD-Karten. Jede einzelne ließ die Hauptmacht des Imperialismus splitterfasernackt dastehen. Ab diesem Donnerstagmorgen – das »politische Berlin« in persona der Frau Bundeskanzlerin war noch arglos im Bidet – war klar: Die National Security Agency bespitzelt Hinz & Kunz auf dem weiten Erdenrund, niederes Volk, das nichts zu sagen hat, mal ausgenommen.
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