Heftkritik

September-Ausgabe 2021

Altkanzler Gerhard Schröder hat VW scharf dafür kritisiert, dass es in einer der 30 Wolfsburger Kantinen des Autoherstellers in Zukunft keine Currywurst mehr geben wird. Er bezweifle, dass die Beschäftigten das wirklich wollen würden. »Wenn ich noch im Aufsichtsrat von VW säße, hätte es so etwas nicht gegeben«, schrieb Schröder und stellte sich damit einmal mehr auf die Seite der Arbeiter.

Inwiefern die vorliegende EULENSPIEGEL-Ausgabe den Wünschen der einfachen Belegschaft entspricht, erklärt er hier:

Titel: Angela Merkel macht einen guten Job für eine Frau. Die Verherrlichung, die hier stattfindet, ist aber nicht im Sinne des einfachen Arbeiters. Merkel steht für Kartoffelsuppe. Niemand mag Kartoffelsuppe. Dann esse ich doch lieber Grünkernbratlinge mit Baerbock, Hostien mit Laschet oder einen sauren Drops mit Olaf Scholz. Was dem Arbeiter davon am besten schmeckt, muss er selbst entscheiden, auch wenn leider keine Currywurst wie ich dabei ist. Fast vergessen: Weil gerade Wahlkampf ist, empfehle ich natürlich den sauren Drops.


Gefangene werden nicht gemacht

Den Blick nach Fernost zu richten, kann sich, wie in meinem Fall, auch privat lohnen. Die Frauen dort wissen noch, wo ihr Platz ist. Auch der Fließbandarbeiter träumt deshalb gerne von Asiatinnen, habe ich mir sagen lassen. Ein einzelnes Schiff zu entsenden, darf daher nur der Anfang sein.

Das Kopfballungeheuer

Ein gelungener Beitrag! Fußball ist der Sport der Arbeiter. Wenn man denen sagt, dass sich ihre großen Idole das Hirn aus dem Schädel geköpft haben, denken sie: Das sind welche von uns. Es stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt, wenn die Aufstocker erfahren, dass die Millionäre genau so dumm sind wie sie. 

Angst, die aus dem Rachen kommt

Das ist eher ein Artikel für Akademiker. Im Arbeitermilieu spielt das Thema Mundgeruch keine große Rolle. In erster Linie, weil er vom Körpergeruch überlagert wird. Das ist also irrelevant. Im Grunde gibt es nur zwei Dinge, die der Arbeiter braucht: Currywurst und panische Angst vor Arbeitslosigkeit. Dafür werde ich als Sozialdemokrat immer kämpfen.

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