Born in the USA

Jennifer Morgan, die internationale Chefin von Greenpeace, wechselt ins Auswärtige Amt. Es scheint nur konsequent, dass die Außenpolitik jetzt direkt von einer gebürtigen Amerikanerin übernommen wird. Die CDU allerdings kritisiert die Berufung der Greenpeace-Chefin. »Internationale Lobbyisten« gehören für sie ausschließlich in die Ministerien für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft.

PF

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Zeitansagen

  • Nicht rechnungsfähig
    In seinem Abschlussplädoyer bat Jonathan Outlaw, äh, Laidlaw, der Anwalt von Boris Becker, die Geschworenen um Nachsicht mit seinem Mandanten: »Dieser Mann ist hoffnungslos mit Geld!« Wahre Worte eines Advokaten, dessen mindere Qualität Becker teuer bezahlt. Hätte Beckers Verteidiger den Entscheidungsträgern statt pathetischen Gesülzes einen Werbespot »Check24« vorgeführt, in dem sein Mandant auftritt – welcher Geschworene hätte mit gutem Gewissen an Beckers Schuldunfähigkeit zweifeln können? GP
  • Blinder Fleck
    Medienrecherchen zufolge haben internationale Finanzinvestoren in den vergangenen Jahren Hunderte Augenarztpraxen in Deutschland als Spekulationsobjekte gekauft. Gesundheitsexperten befürchten eine Verschlechterung der Versorgungslage. Schon jetzt sind für viele Patienten die entstandenen monopolartigen Strukturen selbst nach dem Augenarztbesuch schwer durchschaubar. DS
  • Kalenderblatt Mai
    Aus dem EULENSPIEGEL Cartoon-Kalender 2022
  • Halligallewitsch
    Wegen des Kriegs in der Ukraine wurde der wegen der Corona-Pandemie auf den 29. Mai verschobene Ersatzrosenmontagszug in Düsseldorf endgültig abgesagt. Der russische Präsident Putin entschuldigte sich bei den Narren und versprach, im nächsten Jahr vor dem Düsseldorfer Rathaus eine prächtige 1.-Mai-Parade mit anschließendem Massaker und Funkenmariechenvergewaltigungen auszurichten. MK
  • Glück im Unglück?
    Ein ausgebrannter Frachter mit 4000 Autos von VW und diversen Tochterfimen ist im Atlantik gesunken. Das Wirtschaftsministerium prüft derzeit noch, ob die von diesen Autos nicht verursachten CO2-Emissionen auf den gesamten Flottenverbrauch des Konzerns angerechnet werden dürfen. CD
  • Utopische Ziele
    Die Bundesregierung möchte die konkrete Planung für einen deutschen Weltraumbahnhof in der Nordsee vertagen und stattdessen lieber in irdische Haltestellen investieren. Laut eines Statements von Regierungssprecher Hebestreit könne man den Traum von »unbekannten Welten, in denen noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist«, schließlich auch als pünktlichen und reibungslosen Ablauf im Öffentlichen Personennahverkehr auslegen. PH