Kreatur und Mensch im Dialog

Liebe Tierfreundin, lieber Tierfreund!

Die Haltung des Menschen zum Tier schwankt seit jeher zwischen Retten und Braten. Je nach Niedlichkeit und Geschmack wählt sich der Trockennasenaffe namens Homo sapiens andere Tiere zum Gefährten oder zur Speise.

Die Haltung unterliegt natürlich dem Zeitgeist, und dieser scheint sich – dem Umsatz der Firma Weber-Grill zum Trotz – in Richtung Tierrettung zu bewegen. In den letzten Wochen war dieser Trend eindrücklich zu beobachten.

Frank Bahr

Tiergeschichten erreichen die Öffentlichkeit für gewöhnlich erst im Zuge des medialen Sommerlochs, doch dieses Jahr – vielleicht als Folge des Klimawandels – war es schon im März so weit. Gelangweilt von den Kriegen dieser Welt wandten sich die Menschen der Natur zu: Hier ein Wal, der sich zum Sterben auf eine Sandbank in der Ostsee zurückziehen wollte und partout nicht gelassen wurde; dort ein Wolf in Hamburg, der, von der Trostlosigkeit und architektonischen Ödnis des deutschen Einzelhandels in den Wahnsinn getrieben, fast eine Frau mit Haut und Haaren gefressen hätte.

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