Der Partisano
UNSERE BESTEN
Mathias Wedel
Ist das nicht schön!? Einen Namen verstümmeln – schon ist das Türchen zum Humor einen Spaltbreit aufgestoßen – und eine hübsche Überschrift generiert!
Der Mann, um den es hier geht, heißt natürlich anders, nämlich Pantisano – Luigi Pantisano. Aber »Partisano« hört er auch nicht ungern – frech, todesmutig, lendenstark, sangesfreudig und vor allem links – so sieht er sich nämlich selber: Luigi, der Stuttgarter Partisan! Und er arbeitet an seinem Nimbus: Im Bundestag ist er vor allem durch partisanische Zwischenrufe – »Nazi! Nazi!« – aufgefallen, die eingeheimsten Ordnungsrufe sind seine Trophäen.

Seit kurzem ist der Luigi, Kind einer italienischen Gastarbeiterfamilie, Parteivorsitzender der Linken. Das ist, na klar, »ein starkes Signal in die bundesrepublikanische Gesellschaft hinein«: die ostdeutschen Kommunisten bedeckt mehrheitlich bereits der Rasen, und mit Luigi wird man nun noch bunter, noch migrantischer, noch spontaner (leider nicht auch noch schwuler und noch queerer). Dafür braucht es einen sportiven Parteiführer, der nicht alle Tassen im Schrank lässt, sondern sich nicht scheut, altes Porzellan zu zerdöppern.
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