Soll KI uns alle töten?
Gregor Füller
Unter Wissenschaftlern ist ein heftiger Streit darüber entbrannt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine künstliche Intelligenz die Menschheit ausrottet. Manche Experten gehen von 25 Prozent innerhalb der nächsten zehn Jahre aus, andere denken, dass mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit in zwei Monaten alles vorbei ist. Dank dieser Spannbreite kann sich jeder seinem Naturell entsprechend eine pessimistische oder optimistische Zahl aussuchen, Wetten werden noch angenommen (aber vielleicht nicht mehr ausgezahlt).
Doch wie seriös sind diese »Experten«-Einschätzungen? Machen sich die mahnenden KI-Entwickler tatsächlich Sorgen um das Wohlergehen der Beta-Tester? Ist die Menschheit wirklich bald am Ende?

Da es hier um Wahrscheinlichkeiten geht, lohnt ein Blick in die Statistik, und hier ist der Befund eindeutig: Zwar sind 99,9 Prozent aller Arten, die jemals auf der Erde gelebt haben, bereits ausgestorben, im Schnitt allerdings existiert eine Säugetierart auf diesem Planeten ungefähr 2,3 Millionen Jahre lang. Der Homo sapiens hätte statistisch gesehen also noch zwei Millionen Jahre vor sich.
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