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Wie geheime Mächte
die Bundestagswahl manipulieren

Ein Special zur Bundestagswahl von GREGOR FÜLLER und CARLO DIPPOLD

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Gefahr der Wahlbeeinflussung durch Desinformationskampagnen war noch nie so groß. Sie, liebe Wählerin, lieber Wähler, sollen manipuliert werden, damit Sie im September Ihre Kreuzchen an der gewünschten Stelle machen. Hinter der Desinformation stecken in erster Linie ausländische Schurken wie Wladimir Putin und Markus Lanz. Im Vorfeld der kommenden Bundestagswahl tragen die Medien daher eine besondere Verantwortung. Sie müssen noch mehr auf ihre Neutralität achten als sonst schon. Und neutral zu bleiben bedeutet z.B. auch, Anzeigengelder aller Lobbyvereinigungen gleichermaßen anzunehmen. Egal ob es sich dabei um eine Imagekampagne des Bundeswirtschaftsministeriums oder einer anderen halbseidenen Organisation wie der »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« handelt. Wer von der Presse fordert, in diesem Punkt selektiv vorzugehen und gutes Geld abzulehnen, hat das Neutralitätsgebot nicht verstanden!

Dass ausgerechnet der EULENSPIEGEL regelmäßig von dieser Art der Demokratieförderung ausgeschlossen bleibt, betrübt mich und meinen Anlageberater sehr. Ich appelliere daher eindringlich an finanzkräftige Lobbyorganisationen, bei ihrer Neutralitätsförderung öfter mal an kleine Nischenblätter zu denken. Schließlich wollen auch unsere Leser erfahren, wie großartig die CDU ist.

Die Verantwortung der Medien endet jedoch noch lange nicht bei der Annahme von neutralen Werbegeldern, sie beinhaltet auch, keine Falschnachrichten zu verbreiten. Das ist nicht immer einfach, denn hin und wieder beziehen sich Nachrichten auf zukünftige Ereignisse, die zum aktuellen Zeitpunkt weder falsch noch richtig sind. Wenn z.B. die SPD ankündigt, nach all den Jahren Regierungsarbeit nach der Wahl jetzt aber mal wirklich die Umverteilung von unten nach oben zu stoppen, lässt sich das nicht überprüfen. Auch Aussagen wie »Christian Lindner ist der geilste Supertyp von der ganzen Welt«, lassen sich nur schwer verifizieren. Sie sollten daher als persönliche Meinung gekennzeichnet und ansonsten unverfälscht wiedergegeben werden. Die deutschen Medien verhalten sich diesbezüglich vorbildlich.

Wahlmanipulation durch die Medien wird es in größerem Umfang hierzulande also nicht geben. Auch der EULENSPIEGEL wird sich daran halten. Denn so sehr wir uns auch vor FDP-Wählern ekeln, vor ihnen ausspucken und dann sofort den Raum verlassen, bevor wir die Krätze kriegen, noch wichtiger ist uns das Berufsethos.

Mit unmanipulierten Grüßen

XXX

Chefredakteur

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