Shit happens

In den USA ist bei einer klinischen Studie ein Patient nach der Transplantation von Fremdexkrementen an einer Infektion mit multiresistenten Bakterien gestorben. »Poo!«, stöhnte Forschungsleiter Dr. Brown angesichts des in Kollegenkreisen zu erwartenden Shitstorms. »Die ganze Arbeit für’n Arsch!« Allein zur Sicherung und Dokumentation der Ergebnisse waren rollenweise Papier, meist sogar 3- 4-lagig, nötig gewesen.

In langen Sitzungen hatten die Wissenschaftler speziell aufbereiteten Kot aus dem Darm eines Spenders in den des Kranken verpflanzt, um ihm wieder eine geschmeidige Verdauung zu ermöglichen (Fachterminus: Darmflora Soft). »Zwar muss in der proktologischen Transplantationsmedizin immer mit abstoßenden Reaktionen gerechnet werden, und auch die hohe Durchfallquote bei der Erprobung neuer Heilmethoden sorgt oft für ein unangenehmes Bauchgefühl«, flutschte es Brown heraus, »umso mehr stinkt es mir, dass wir Würstchen es diesmal selbst verkackt haben.«

Es tue ihm sehr leid, seinem Team nach dem Tod des Probanden einen Einlauf verpasst zu haben. Dennoch verspüre er bis heute eine gewisse Erleichterung darüber, dass in dieser unangenehmen Situation seine Mitarbeiter nicht zurückgefurzt und noch einen draufgesetzt hätten: »Den ganzen Mist habe ich dann später lieber mit zwei Girls und einem Cup von unserem Lehrstuhl heruntergespült. Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte! Bei all den Hinterlassenschaften in meinem Büro liegt vor mir noch ein riesiger Haufen Arbeit.«

Daniel Sibbe

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