Der herausfordernde Ziegenfuß
UNSERE BESTEN
Von Florian Kech
Betrübt, was eigentlich gar nicht seine Art ist, steht Peter Thiel vor seiner Hightech-Gefriertruhe und muss an die kürzlich verstorbene Wrestling-Legende Hulk Hogan denken, dem er sich an diesem Ort sehr nahe fühlt. »Mein Buddy Hulk war in einem Alter, in dem er sich gegen den Tag X hätte wappnen sollen«, sagt Thiel, »er hätte nur auf mich hören müssen, zum Teufel!« Jahrelang habe er auf Hogan eingeredet, sich der Bewegung der Kryokonservierer anzuschließen und sich wie er, Thiel, bei der Alcor Life Extension Foundation in Arizona einen Platz in einer Kryokonservendose zu sichern – bis es zu spät war.
In seiner privaten Gefriertruhe liegt nun lediglich Hogans rechter Fuß, an dem sich Thiel noch rechtzeitig für eine Viertelmilliarde US-Dollar die Rechte gesichert hat. »Sobald die Forschung so weit ist, soll der Fuß wiederbelebt werden«, erklärt Thiel. »Wozu hat man Freunde?!«

Diese menschliche Seite kommt oft zu kurz, wenn von Peter Thiel die Rede ist. Nur weil er von Anfang an Donald Trump unterstützt hat mit dem Ziel, den Rechtsstaat und die Demokratie zu beschädigen und schließlich abzuschaffen, und Unmengen an Geld in alle möglichen rechtsextremen Umsturz- und libertären Größenwahnprojekte steckt, wird er von hiesigen Medien wie dem »Deutschlandfunk« (»Die Peter Thiel Story« – Original mit Deppenleerzeichen) als steinreicher Fanatiker beschrieben, der im Hintergrund die Fäden zieht. Für nicht wenige gilt er als das Böse schlechthin, als Satan 2.0, als Frank-Schirrmacher-Preisträger 2021.
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