Packstation Sehnsucht
Wie mich einmal der Paketbote nicht zu Hause antraf und was dann geschah
Von Thomas Schaefer
Gelegentlich kriege auch ich ein Päckchen oder sogar ein Paket. Manchmal bin ich zu Hause und kann die Sendungen persönlich in Empfang nehmen, manchmal landen sie in der Nachbarschaft, manchmal im DHL-Kiosk-Shop meines Vertrauens. Einmal wurde ich auf dem Benachrichtigungsschein aufgefordert, die Sendung an einer Packstation abzuholen.
Das klappte ganz gut. Ich fuhr an einem beinkalten Wintertag mit dem Taxi zur Packstation an den Stadtrand, der Frost klirrte, hungrige Wölfe umspielten knurrend meine Beine, als ich komfortabel den Abholcode eingab und sich tatsächlich ein Türchen öffnete. Das Paket war zwar nicht an mich gerichtet, sondern an einen Fred Kasulzke aus Eisenhüttenstadt, auch passten mir die Schuhe, die Herr Kasulzke bestellt hatte, nicht wirklich, sondern drückten erheblich (alle vier Paare) – aber was will man machen.

Man muss sich im Leben mit dem zufriedengeben, was einem beschieden ward. Dafür hat Herr Kasulzke oder irgendein anderer Mensch vielleicht Freude an der von mir antiquarisch bestellten Marx-Engels-Gesamtausgabe. Wie auch immer. Jetzt war es mal wieder so weit, und es galt, eine Sendung an einer Packstation abzuholen.
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