Schach muss anders!

Von Peter Köhler

Schach ist langweilig. Vereinsspieler, Profis und Funktionäre wissen es seit Langem und setzen deshalb mehr und mehr aufs Blitzschach, wo die Partien in Minuten erledigt sind, oder aufs Schnellschach, wo es in schlimmstenfalls einer halben Stunde geschafft ist. Turniere mit traditioneller Bedenkzeit, wo die Partien vier und mehr Stunden dahinleiern, sind lästig geworden. Einzig der Kampf um die Weltmeisterschaft stößt noch auf etwas Interesse – wie das Kandidatenturnier, das am 28. März beginnt und dessen Sieger den Titelträger zum Wettkampf fordern darf.

Felix Gropper

Um jenseits dieses Events und abseits der genannten zwei Abarten das Interesse zu erhalten, prüft der Weltschachbund, die altehrwürdige FIDE (Fédération internationale des Échecs, »Föderation international von Schachen«), neue Spielformen. Bereits so gut wie beschlossen ist die Abschaffung der Remisplage. Ab 2027 soll sportlich gewürfelt werden, wer als Sieger den vollen Punkt einheimst: eine Maßnahme, die zu vermeiden den Kampfgeist der Schachspieler bis aufs Blut reizen sollte.

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