Wie meine Großcousine und der Supermarktkassierer die Arbeiterklasse gewinnen
Slavoj Žižek
GASTBEITRAG
Von Andreas Koristka
Kürzlich hat der Starphilosoph Slavoj Žižek in der Berliner Zeitung einen Gastbeitrag veröffentlicht. Doch schon Hegel stellte fest, dass Freiheit die Einsicht in die Notwendigkeit ist, auch im EULENSPIEGEL einen Artikel zu veröffentlichen. Deshalb hat sich der weise Mann aus Slowenien durchgerungen, dieser Zeitschrift einen Text anzubieten. Weil er aber ein vielbeschäftigter Mann ist, der kaum noch die Zeit findet zu lispeln, hat Slavoj Žižek für seinen neuesten Gastbeitrag Fragmente seines Textes aus der Berliner Zeitung genutzt. Diese Stellen wurden aus Transparenzgründen kursiv gesetzt.

Die Lage ist schwierig. Klimakatastrophe hier, drohender Weltkrieg da, aufziehender Faschismus, Labubu- und Lafufu-Schwemme, dies, das, Ananas … Wie sollen wir also in einer derart unübersichtlichen globalen Lage handeln? Ich gehe ein Risiko ein und präsentiere hier, was ich mir nicht verkneifen kann, meine realistische Utopie zu nennen. Den täglichen Betrieb sollten am besten einigermaßen konservative Kräfte übernehmen – sie sind pragmatisch genug, um übermäßige Risiken zu vermeiden und stets bereit zu bedenken, dass selbst die besten Projekte scheitern können. Kurz gesagt, sie wissen, dass politische Akteure volle Verantwortung übernehmen müssen: Ein wahrer Politiker sollte niemals sagen: »Ich meinte es gut, nur die unglücklichen Umstände haben alles ruiniert.«
Lesen Sie diesen Beitrag in der neuen EULENSPIEGEL-Ausgabe:


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