Enteilt den Deutschen die Welt?
Von PETER KÖHLER
Enöq Kinkel hat erkannt, dass die Zeiten krumm werden und besonders Deutschland das Wasser bis zur Nase steht. Aber statt wie die großen Medien bloß zuzugucken und laut die Todesmelodie zu pfeifen, packt er an und leistet Erste Hilfe. Er schaltet die Kamera an seinem Smartphone ein und wedelt mit einem blank geputzten Hunderteuroschein. »Den stecke ich jetzt in diesen jungfräulichen Briefumschlag«, kommentiert er gut sichtbar, »und schicke ihn an VW, c/o Wolfsburg! Und ich bitte Sie überall in diesem unseren Land: Nehmen Sie sich an mir ein Beispiel!«

Enöq Kinkel gibt gern. Das vorbildlich getunte Credo des arbeitslosen Kfz-Lackierers: »Wenn es mal wieder nicht für alle reicht, springen wir Armen selbstverständlich ein!« Monat für Monat will der überzeugte Staatsbürger im Bademantel von zu Hause den bezifferten Betrag spenden und knappst ihn von den Ausgaben für Essen und Hygiene ab.
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