Aus Freude am Totfahren
Die Taliban haben Afghanistans ersten Sportwagen verhüllt … Quatsch … enthüllt. Nach fünfjähriger Entwicklungszeit wurde Anfang Januar der »Mada 9« in Kabul erstmals einer Scharia von Autofanatikern und Amokfahrern vorgestellt. EULENSPIEGELs rasender Reporter DANIEL SIBBE hat sich einen falschen Bart ins Gesicht geklebt, den Patronengurt angelegt und die Islamistenschleuder im Auftrag des ADAC (Allgemeiner Dschihadistischer Automobil-Club) auf Herz und Nieren (halal!) geprüft.

»Heillig’s Blechle, ist der kastig!«, schießt es mir beim Anblick des Mada 9 durch den Kopf, während ich selbigen sicherheitshalber sofort einziehe. Mit einem Gewitter aus Gewehrsalven bejubeln die Taliban um mich herum den Prototypen ihres Sportwagen-Erstlings. Laut den Worten des afghanischen Bildungsministers Abdul Baqi Haqqani ist die Mördermöhre der stahlgewordene Beweis für das Versprechen des Terrorregimes, »Religion und moderne Wissenschaft für das Volk« unter die Haube zu bringen.
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