Nicht so lang, nicht so dick
Augen auf beim Holzdiebstahl!
Holzdiebstahl wird in diesen Tagen vielerorts den Leuten unnötig schwer gemacht, ja in einigen Gegenden Deutschlands sogar verunmöglicht. In der Rhön (hessische Seite) wurde ein Familienvater auf offener Straße gezwungen, acht Raummeter ordinäre Fichte aus seinem Wohnmobil zu räumen. Eigentlich hatte er in diesem Sommer mit der Familie nach Antalya fahren wollen. Aber dann hatte er sich, eingedenk der sattsam bekannten politischen Rahmenbedingungen, entschlossen, sich mit ganzem Engagement und sozusagen im demokratischen Ehrenamt dem Holzdiebstahl zu widmen. Und der Dank? Im Fuldaer Boten wurde er wie ein Krimineller mit schwarzem Balken über den Augen vorgeführt.

So sieht es heute in Deutschland aus! Und man fragt sich: Wird dieser Mann jemals wieder die Kraft finden und in seiner Freizeit den Holzsdiebstahl, diese – neben der Wilderei – schönste naturpflegerische Tradition unserer Vorväter, wieder aufnehmen?
Manche Leute, vornehmlich solche, die ihre Indoorpools mit Erdwärme beheizen, scheinen zu glauben, der Holzdiebstahl sei so etwas wie ein kraftmeierisches Hobby – ein neumodisches Survival-Training an frischer Luft, eine private Marotte, für die die Gesellschaft kein Interesse aufbringen muss (aber Verachtung), für die es im Fernsehen keine nützlichen Tipps und in den Schulen keine Sammelwettbewerbe geben muss, und für die Trigema keine T-Shirts mit lustigen Sprüchen (»Mein ganzer Stolz: geklautes Holz«) anbieten muss.
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