Adoleszenz in den Kämpfen unserer Zeit
Von FELICE VON SENKBEIL
Das Norovirus hatte unsere Familie heimgesucht und war durch Zimmer und Betten gegangen. Sämtliche Eimer, Salatschüsseln und Ikea-Einkaufstaschen waren dem Auswurf geweiht. Bleich und erschöpft begegneten wir einander auf dem schlauchengen Korridor. Ich hatte strengen Rechtsverkehr angeordnet – im Falle einer Kollision wären alle Dämme gebrochen.

»Genauso fühlt sich ein ordentlicher Kater an«, sagte ich zu dem, in einen Blumentopf reihernden, Teenager. Warum ich das sagte, weiß ich nicht. Wahrscheinlich einer der Sätze aus der Kiste »Ich war nämlich auch mal jung«.
Eigentlich geize ich mit Anekdoten aus der Jugendzeit. Die heutige Jugend soll ihre Erfahrungen gefälligst selber machen, ruhig auch mal auf die Fresse fallen. Aber vom Alkohol ist mein Sohn so weit entfernt wie vom weiblichen Geschlecht. Mit 15, da war bei uns schon Feuer im Kessel. (Auch so ein Satz, den ich nicht mehr sagen wollte.)
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