Borstenzeit

Gregor Olm

»Jetzt habe ich die Haxen aber endgültig dicke – nun schau dir nur mal diese Sauerei an!«, tobe ich, als ich zu Heinz’ verwahrloster Parzelle hinüberrenne. »Es heißt ›Faxen‹«, korrigiert mich mein Gartennachbar. »Und dein zu Tode gestutztes Spießer-Idyll betrete ich, wie du weißt, höchst ungern.«

»Deine Belehrungen und Einwände kannste dir sonst wo hinstecken. Sie waren jedenfalls wieder da! Die Krokusse haben sie abgefressen, und in die Hollywoodschaukel geschissen haben sie auch. Außerdem haben sie den neu verlegten Rollrasen wieder aufgerollt, um besser an die Würmer zu gelangen. Jetzt reicht’s – nächste Nacht lauere ich ihnen auf und schächte sie mit der Heckenschere.«

Thomas Leibe

»Das lass lieber. Ich weiß noch, wie du dir beim Versuch, mit dem Spaten eine Nacktschnecke zu zerteilen, den großen Zeh abgehackt hast«, sagt Heinz spöttisch und schenkt sich einen Schnaps ein.

»In deinem Gestrüpp würden marodierende Wildschweine gar nicht auffallen. Was schluckst du da eigentlich gerade?«

Lesen Sie jetzt online weiter:

    Anzeige

EULE+

Witzige Cartoons und bissige Satire per Newsletter

Melden Sie sich jetzt kostenlos an: