Waren Sie schon in Berlin? Oder leben Sie gar in der Stadt, die niemals schläft und in der der R-Wert niemals sinkt? Wenn ja, dann ahnen Sie sicherlich, dass auch Markus Söder prima in die Hauptstadt passen würde. Er muss nur noch ein WG-Zimmer finden, das er sich von seinem zukünftigen Kanzlergehalt leisten kann, und schon kann er die im Prenzlauer Berg bestehende Sprachvielfalt aus süddeutschen Dialekten um sein eigenes Fränkisch erweitern. Danach kann er nach altem Hipsterbrauch mit dem neuen EULENSPIEGEL unterm Arm über den Kollwitzplatz laufen, sich auf eine Parkbank setzen und unsere Artikel über Bill Gates (Seite 16), unsere Vorveröffentlichung von »Bild Volkswissen« (Seite 21) und den neuen Prepper-Wutz-Comic (Seite 31) lesen.
Hillary Clinton hat eine eigene Kappen- und Shirt-Kollektion herausgebracht. »But her emails« steht darauf – eine Anspielung auf ihre Mail-Affäre und wie diese im Wahlkampf von Donald Trump aufgegriffen wurde. Mit diesen selbstironischen T-Shirt-Sprüchen wollen deutsche Politiker der Idee nun nacheifern:
Olaf Scholz: »Aktenzeichen Cum-ExY … ungelöst« Andi Scheuer: »Die Maut? Versaut!« Franziska Giffey: »›Ich habe einen Traum!‹ – Zitat von Franziska Giffey ;)« Christine Lambrecht: »He-li-kop-ter-mut-ter« Armin Laschet: »Ein bisschen Spaß muss sein«
JM
Nach der Flut in NRW sagte Armin Laschet, angesprochen auf seine Klimapolitik, in einem Fernsehinterview: »Weil heute so ein Tag ist, ändert man nicht die Politik«. Viel wichtiger ist es, dass wir lernen, mit der Flut zu leben und dass man herausfindet, ob die Opfer an oder mit dem Wasser gestorben sind.
Manfred Beuter
