Mittwoch, den 24. Januar 2018

meisterwerke
meister02-18

Man kennt sie von uralten griechischen Fresken: Nackte, durchtrainierte und nicht selten eingeölte Männer, die sich in fairem Wettkampf messen. Dem Sieger winkten Ruhm, Ehre und noch mehr eingeölte Männer.

Seitdem hat die künstlerische Darstellung des Sports einen beispiellosen Qualitätsverfall erfahren. Von »Winterlandschaft mit Eishockey-Spielern« von Pieter Bruegel d.Ä. über »Die drei Sumo-Ringer« von Rubens bis zu Gustav Klimts »Müller vor, noch ein Tor!« hat die Gattung viele Wandlungen durchlebt.

An welchem Punkt sie heute angekommen ist, kann man hier erstaunt zur Kenntnis nehmen: Die drei Erstplatzierten eines Wettkampfes (ihrer unscheinbaren Statur nach Pingpongspieler) haben alle eine Goldmedaille erhalten. So weit sind wir schon mit der sozialistischen Gleichmacherei, dass es nicht nur Preise für die bloße Teilnahme gibt, es werden mittlerweile gar jegliche Unterschiede in der Leistung komplett verwischt.

Zu verdanken haben wir das – wie alles andere auch – den 68ern. Goldmedaillen für alle, aber der Sieger hat nicht mal was zu Essen, weshalb er verzweifelt auf seiner Medaille herumkaut in der Hoffnung, sie sei aus Essgold oder zumindest Schokolade in Goldfolie!

Ein unhaltbarer Zustand, den die Regierungen der letzten zwölf Jahre zu verantworten haben. Deshalb braucht es eine Revolution! (»Re« bedeutet »zurück«, Vo ist ein Dorf in Venetien und eine Lotion ist »eine äußerlich anzuwendende flüssige wässrige oder wässrig-alkoholische Zubereitung mit suspendierten oder emulgierten pharmazeutischen Wirk- und Hilfsstoffen«.) Lasst uns also die Lotion nach Venetien zurückbringen, auf dass wieder gut eingeriebene Männer mit samtener, glänzender Haut die Siegerpodeste zieren!

A. Dobrindt

 

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