Lebt eigentlich Elke Twesten noch?
Mittwoch, den 23. August 2017

Lebt eigentlich Elke 'Twesten noch?Ja, sie lebt noch. Dass sie überhaupt lebt, wussten vor einigen Wochen nur Insider. Doch dann wechselte sie im niedersächsischen Landtag von den Grünen zur CDU und kippte damit die knappe Mehrheit der Regierungskoalition, weshalb im Oktober Neuwahlen stattfinden werden.

Dass Politiker die Partei wechseln, ist nicht ungewöhnlich. Otto Schily ging von den Grünen zur SPD, Oskar Lafontaine ging von der SPD zur WASG, Thilo Sarrazin kam von der NSDAP zur SPD. Die Ablösesummen blieben dabei meist überschaubar. So auch bei Frau Twesten, die sich ihren Übertritt lediglich mit einem erfolgversprechenden Listenplatz bezahlen ließ.

Seitdem muss sie sich gegen den widerlichen Vorwurf wehren, sie sei eine karrieregeile Polithure, die für einen Listenplatz ihre Kinder verkaufen würde. Eine unfaire Behauptung, denn schließlich hatte der Übertritt auch mit Sachfragen zu tun. Twestens Meinung nach habe man bei den Grünen z.B. die Angst der Bevölkerung vor Wölfen völlig unterschätzt. Bei der CDU dagegen habe man durchaus mit Sorge darauf reagiert, dass der Wolf alleine in diesem Jahr schon über zwei Dutzend Rotkäppchen erwischt habe.

Im Regierungsprogramm der CDU solle deshalb festgeschrieben werden, dass die bedrohte Landbevölkerung nach der Wahl mit Silberpatronen ausgerüstet wird.

Komplett umsonst war der Parteiwechsel allerdings trotzdem nicht. Die Neuwahlen werden ca. 20 bis 30 Millionen Euro kosten – kein zu hoher Preis für den Steuerzahler, um einer Beamtin ein Leben als Berufspolitikerin und die Verwirklichung ihrer politischen Träume (tote Wölfe) zu ermöglichen. Dafür bedankte sich Frau Twesten mit den Worten: »Ich würde mich über das weitere Vertrauen von Ihnen, meine Wählerinnen und Wähler, sehr freuen.« Bei welcher Partei Sie als Wähler Ihr Kreuzchen machen müssen, wenn Sie Frau Twesten Ihr Vertrauen schenken wollen, entnehmen Sie bitte den Live-Ticker-Meldungen im Internet.

Carlo Dippold

 

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