Lebt eigentlich Norbert Blüm noch?

NoobJa sischer lebt der noch! Der immer gut gelaunte hessische Giftzwerg hat sich in jüngster Vergangenheit sogar wiederholt ins Gespräch gebracht. Am lautesten war dabei wohl sein Protest gegen das bedingungslose Grundeinkommen.
Das lehnt er ab, weil Blüm auf einer Arktisreise einen kanadischen Ort besuchte, wo es das Grundeinkommen schon heute »praktisch« gibt. Blüm kann nichts Gutes berichten: »Dort zermürbt die Langeweile die Menschen. Von Kreativität habe ich dort nichts gemerkt, eher von Alkoholismus.«

Damit dürfte Blüms Reiseziel das glatte Gegenteil von anderen Orten der Welt sein, wo die Menschen nicht unter dem bedingungslosen Grundeinkommen leiden müssen. Duisburg zum Beispiel. Oder Bonn, wo Norbert Blüm lebt und die Kreativität fröhliche Urständ feiert. Von dieser beseelt gab Blüm neulich bei Maischberger zu Protokoll, dass er noch selbst als Siebenjähriger erlebt habe, wie die jüdische Nachbarin abgeholt wurde. Daraus resultiere für ihn die deutsche Verantwortung, zu verhindern, dass die Juden den Palästinensern jemals wieder ein Leid antun können.

Zu guter Letzt erwies Blüm noch einem alten politischen Freund die Ehre, dem man auch kein Leid mehr zufügen kann. Ob der »hinterfotzige Verräter« (Kohl über Blüm) am Grab seines Freundes geweint hat, das weiß man nicht. Aber ein bisschen abgeknickt sah er schon aus, wie er da einsam neben der großen Kiste des Riesen aus Oggersheim stand. Vielleicht hat er auch daran gedacht, dass seine eigene Totenlade nicht so riesig ausfallen wird. Für den kleinen Nobbi wird vermutlich ein Kindersarg reichen. Aber bis der benötigt wird, werden wir noch viel Interessantes von ihm hören. Das ist sischer.

Manfred Beuter

 

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