Lebt eigentlich Mahmud Ahmadinedschad noch?

AhmedinedschadiwadiwadIrre! Er lebt noch! Und der Irre von Teheran schickt sich sogar an, wieder für die iranische Präsidentschaft zu kandidieren. Mit seinen Kernforderungen nach einer Auslöschung Israels, einer eigenen Atombombe und einer qualitativ hochwertigeren Holocaustleugnung meldet sich der Pöbel-Perser zurück in die Politik. Allerdings hat sich dort, seit er 2013 sein Präsidentenamt abgab, eine Menge verändert. Damals bildetet er mit der Achse Hugo Chávez und Wladimir Putin ein interessantes Dreigestirn des weltpolitischen Allerleis.

Er gab Interviews, in denen er laut darüber nachdachte, als erster Iraner in den Weltraum zu fliegen und besaß die Frechheit, beinahe die WM 2006 zu besuchen. Nebenbei flirtete er mit deutschen Rechtsextremisten und stellte sich in einem damals sehr beachteten Interview für das ZDF der knallharten Freundlichkeit Claus Klebers.

Aber könnte Ahmadinedschad heute noch so glänzen? Wäre er heute nicht einfach nur ein Irrer unter vielen? Es adelt ihn, dass er bereit ist, sich mit den großen Geisteskranken dieser Welt zu messen. Hingegen bleibt es zweifelhaft, dass er als iranischer Präsident tatsächlich etwas sagen könnte, was man so nicht auch von den anderen Bekloppten der internationalen Politik wie Trump, Orbán, Erdogan oder Sigmar Gabriel schon einmal viel geisteskranker gehört hat.

Ahmadinedschad würde wohl blass bleiben zwischen diesen großen Meistern. Deshalb werden ihn die Iraner wahrscheinlich auch nicht zum Präsidenten machen. Denn wenn man heute auffallen möchte, dann braucht man nüchterne Pragmatiker mit moderaten Ansichten, die unaufgeregt andere Völker unterjochen. Aber unsere tolle Angela Merkel kriegt der Iran nicht! Die brauchen wir selbst.

Andreas Koristka

 

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