meisterwerke
Meisterwerk

Nicht selten leiden gerade die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Tiere z.B. werden einfach so gegessen. – Eine Barbarei, die als normal angesehen wird. Die utopische Malerei jedoch hat den Traum von einer besseren, gewaltfreien Welt, in der Tiere nicht leiden müssen, nicht aufgegeben.

Dieses Gemälde zeigt, wie die Zukunft aussehen könnte: Eine glückliche Rinderfamlie ist um ein Mitglied reicher geworden. Niemand hat den Rindviehchern in die Familienplanung hineingeredet, kein Mensch die Pipette zur Befruchtung rektal eingeführt, ein Kind der Liebe wurde bei Kerzenschein und veganer Musik gezeugt. Am Ende der unproblematischen Schwangerschaft, nach zahllosen Yoga- und Vorbereitungskursen, fährt Papa Rind die werdende Kuh ins Spital. Der Arzt, ein anerkannter Ochse auf seinem Gebiet, setzt sich ein Mützchen auf, bindet sich einen Knebel um, so dass er nicht mehr reden kann und überreicht dann der stolzen Kuh ihren frisch geborenen Cowboy, wie man männliche Kühe nennt.

Das Rind der Zukunft hat sich nicht nur seinen Platz in der Zivilisation erstritten, es hat sich auch evolutionär weiterentwickelt: Der doppelte Gewehrlauf im Gesicht des Arzt-Rindes zeigt, dass sich die Tiere nicht mehr alles vom Menschen gefallen lassen.

Dann aber der Schock: Der kleine Cowboy ist behindert, hat eine Art Maske über den großen schwarzen Augen und einen kleinen Schnabel am Kopf. Wird die Kuh es dennoch liebevoll aufziehen, wie es kein Landwirt je könnte? Ganz klar: ja! Allerdings: Das junge Kalb wird eventuell Milch trinken und damit ein anderes Tier ausbeuten wollen. – Eine ekelhafte Sauerei, die beendet werden muss! Vielleicht sollte man dem Kalb in die Fresse schießen, damit es seine Lektion lernt. Solange man es danach nicht isst, kein Problem!

A. Hildmann

 

 

 

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