Möge …

… die Nacht mit Ihnen sein!« So lautet der neue Schlusssatz von Ingo Zamperoni in den Tagesthemen, den er sich aus dem Internet geklaut hat. Naja, möchte man meinen. Ich selbst habe ja zwangsläufig mitbekommen, wie Ingo seinen Arbeitsplatz bekommen hat. An seiner Stelle wäre ich ein wenig demütiger gewesen und hätte mir über meinen letzten Satz mehr Gedanken gemacht!

Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich gönne Ingo den Job! Wo sonst hätte man den armen Mann auch unterbringen können, dessen Fantasie nicht einmal ausreicht, um seine Sendung vernünftig beenden zu können oder sich ein geschmackvolles Hemd anzuziehen?

Ingos Versagen reiht sich leider ein in ein katastrophales Bild, das die deutsche Medienlandschaft gerade abgibt. Sicherlich, man darf nicht übertreiben, aber sie hat Donald Trump erst möglich gemacht.

Warum wurden nicht noch schärfere Geschütze gegen den US-Milliardär aufgefahren und geharnischtere Tagesthemen-Kommentare gehalten? Es wäre auch Ingos Aufgabe gewesen, diesen Mann in der Luft zu zerreißen! Ein einziger richtig guter Tweet von ihm hätte genügt, und Trump hätte keine einzige Stimme eines deutschen Wählers erhalten.

Wurde er vielleicht nicht ernst genug genommen, weil uns sein Lockerroomtalk aus den Umkleiden der Golfclubs so vertraut ist? Jetzt haben wir jedenfalls den Salat und Ingo Zamperoni und die ARD haben sich vielleicht des dritten Weltkriegs mitschuldig gemacht.

So weit reichen eben manchmal Personalentscheidungen! Dabei weiß ich, dass da draußen Tausende Kollegen warten, die es besser könnten. Vielleicht hält die ARD ja weiterhin ihre Augen offen. Zu wünschen wäre es ihr.
Schittebön und Schankedön, wir werden uns bald wiederseh'n.

Atze Svoboda

 

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