Auslese
Kein deutscher Skispringer – aus Heft 5/2018

kein SkispringerWenn man auf den Pfaden der Onomatologie »Plasberg« recherchiert, und das machen wir mit journalistischer Sorgfalt, findet man: nichts. Nichts Unanständiges und nicht mal was Anständiges. Der Name ist so rein wie ein frisch erfundenes Start-up, das Laken einer alten Jungfrau oder ein bislang unentdeckter Tiefseefisch. Ein Plasberg war nicht in der NSDSAP und war auch nicht ein deutscher Skispringer. Plasberg kann also von nun an und für alle kommenden Generationen mit »Frank« verwachsen sein: Wer Plasberg sagt, muss Frank sagen, Plasberg – das ist der integre Journalist mit dem Habichtprofil, der Erfinder des harten, gleichwohl fairen Journalismus im deutschen Sprachraum und öffentlich-rechtlichen Sendegebiet, der maulflinke Rächer der Armen, Enterbten und Geschundenen (eine Spur nach Sachsen, wonach der Plasberg ein bei Homosexuellen beliebter Anstieg im Elbsandsteingebirge sei, lassen wir versanden).

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Ganz klar eine Folge der Wetterverhältnisse – aus Heft 5/2018

Der ehemalige russische Doppelagent Sergei Skripal und seine Tochter Julia wurden im englischen Salisbury bewusstlos aufgefunden. – Ein kniffliger Fall, den nur Sherlock Holmes lösen kann. – EULENSPIEGEL traf ihn zum Interview.

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Der kommende Mann – aus Heft 3/2018

kkMit einem Seufzer, der wie aus tausend Metern Tiefe aus ihm hervorbricht, lässt sich Kevin Kühnert in den Sessel erster Klasse fallen. Wieder liegt ein Tag, vollgepropft mit Reden und Diskussionen, hinter ihm. Hat es sich gelohnt? Hat er die Genossen überzeugt, dass es richtig ist, für einen etwas stärkeren Spitzensteuersatz, ein etwas breiteres Gesundheitssystem, etwas dickere Renten, eine etwas schönere Gerechtigkeit, eine etwas weichere Integration der ... der ... Außerirdischen, nein, der ... chrrr ... Kühnert schreckt hoch, sein überstrapaziertes Gehirn war kurz eingenickt. Wo war er hängen geblieben? Richtig ... für eine Prise mehr Verteilungsgerechtigkeit ... ein Häufchen mehr Europa ... und endlich die Zukunftsfragen auf den Tisch legen ... auch etwas besser schmeckende Arbeit in der digidadings ... huch! Sein Kopf war wieder weggesackt.

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In Stahl- und Aluminiumgewittern – aus Heft 3/2018

Wie man sich in einem Menschen täuschen kann. Die Wettquoten waren eindeutig, und egal, mit wem man darüber sprach, jeder war sich sicher: Donald Trump wird spätestens Anfang April die erste Atombombe seiner Amtszeit werfen. Doch anstatt einen dritten Weltkrieg zu starten mit Millionen Toten, riesigen verstrahlten Gebieten und minutenlangen Ausfällen von Facebook und Twitter, erhebt der mächtigste Mann der Welt (laut eigener Aussage sogar »der mächtigste mächtigste Mann der Welt aller Zeiten«) demnächst Zölle auf die Einfuhr von Stahl und Aluminium. – Die ökonomische Weltgemeinschaft ist enttäuscht.

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Hirsebrei oder Hundedurchfall – aus Heft 3/2018

Robert HabeckRobert Habeck ist einer der beiden frisch gewählten Parteivorsitzenden der Grünen. Der linksgrün-verwuschelte Wuschelkopf dürfte der Partei nicht nur als Posterboy viele Stimmen bescheren. Auch programmatisch hat der Schriftsteller, schleswig-holsteinische Draußen-Minister einer Schwarz-gelb-grünen Landesregierung und radikale Extremist der linken Mitte einiges auf dem Kasten oder – besser gesagt – auf der Biogemüsekiste. Seine bloße Wahl hat schon das Klima positiv beeinflusst. Und wenn es nur das im Höschen von Tina Hassel war, der Chefin des ARD-Hauptstadtstudios, die nach der Wahl Habecks begeistert twitterte: »Frische #grüne Doppelspitze lässt Aufbruchsstimmung nicht nur in Frankreich spüren. #Habeck und #Baerbock werden wahrgenommen werden! #Verantwortung kann auch Spaß machen u nicht nur Bürde sein Wichtiges Signal in diesen Zeiten!«
Diese stilistisch fragwürdige Begeisterung muss Gründe haben. Wir haben Robert Habeck an seinem neuen Arbeitsplatz besucht …

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