Auslese
Der Obergrenzer – aus Heft 12/2015

Der ObergrenzerSechshundertachtundvierzig-tausendsechshundertundzwölf!« Das war Horst Seehofers letztes Angebot, dann stand er auf und ging erst mal aufs Klo. Über die Zahl konnte die Olle eine Weile nachdenken. Klare Ansagen zu machen, das war sein Ding. Zuvor war es bei diesem Koalitionstreffen der Parteivorsitzenden zu einem kleinen Disput gekommen. »Wir schaffen das!«, hatte die Kanzlerin verkündet. Seehofer, der genau wusste, wer mit »wir« gemeint war, konterte: »Nein!« Merkel, auch nicht auf den Mund gefallen, sagte: »Doch!« Seehofer hielt konsequent dagegen: »Nein!« Merkel wiederholte: »Doch!« So ging es dann eine knappe Viertelstunde hin und her.

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Schmiern mer mal – aus Heft 12/2015

Schmiern mer malAuf den ersten Blick ist F. Beckenbauer (Name von der Redaktion gekürzt) ganz der Alte. Er holt aus und schlägt den Ball mit kaiserlicher Eleganz über mehrere hundert Meter direkt vors Loch, wo ihm ein Windstoß aus der Klimaanlage den nötigen Rest gibt. »Die Amerikaner würden jetzt sagen: ein echter Home Run«, sagt er. Was sich andere Golfer nur einmal im Millennium erduseln, gelingt F. mehrmals zwischen den Mahlzeiten.

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Was bleibt, das sind die Mütter – aus Heft 11/2015

KarasekMit Hellmuth Karasek ist einer der letzten großen Schwadroneure des 20. Jahrhunderts von uns gegangen. Bis zuletzt, so eine Krankenschwester, habe sich der gut gelaunte Greis am Erzählen und Erklären von Witzen versucht. »Na vier! Einen, um die Birne festzuhalten, und drei, um den Stuhl zu drehen.«

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Die Syrer kommen – aus Heft 11/2015

In unserer Hausgenossenschaft ist, seit der GEZ-Mann nicht mehr klingelt, jeder willkommen. Naja, Nazis, Kinderschänder und Steuerfahnder passen nicht so richtig zu uns, aber alle anderen friedliebenden Menschen und Tiere können ruhig versuchen, auf unserer Homepage mit der Wohnungsvermittlungskommission in Verbindung zu treten. Allerdings sollte man sich keine allzu großen Hoffnungen machen, hier zieht so gut wie nie jemand aus, und gestorben wird nur ab und zu in den dunklen Einraum-Parterre-Wohnungen, aus denen dann viele pfandfreie Flaschen geborgen werden müssen.

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Lieber Gott, nimm es endlich hin! – aus Heft 10/2015

ottoklHollideridi!!« – und schon hüpft einem ein feixendes, fistelndes, fuchtelndes fusselblondes Männlein vor dem geistigen Auge herum! Es ist wie mit Kleinkindern oder Welpen – man muss ihn mögen. Otto ist den Deutschen bereits genetisch eingebrannt: Er ist in der vierten Generation der beliebteste und erfolgreichste und sogar noch lebende, deutsche Komiker. Nur Loriot (†) und Heinz Erhardt (†) fanden die Befragten (künstlich ernährte ZDF-Zuschauer) noch lustiger. Was diese drei Spaßkanonen des letzten Jahrhunderts eint: Seit 40 Jahren bringen sie nichts Neues.

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