Auslese
China schwillt der Kamm und unsere Kinder haben leere Köpfe - aus Heft 3/2011

mayrklDas 3. Jahrtausend lebte noch in den Kinderschuhen, als die Welt einen Vorgeschmack auf den Globus der Zukunft bekam. Es geschah auf dem 2009 in Kopenhagen abgespulten Klimagipfel, wo Barack Obama die, wenn die Anspielung gestattet ist, schwärzeste Demütigung seines Lebens widerfuhr. Die Kameras liefen heiß, als ein namenloser Vizeminister des chinesischen Auswärtigen Amtes sich den US-Präsidenten vorknöpfte, mit schrillem Finger vor dem Gesicht des bis zu dieser Minute mächtigsten Mannes des Universums fuchtelte und ihn in Grund und Boden zeterte.
Frankreich und Deutschland erging es nicht viel anders: zwar nicht vor den aufgerissenen Augen der Öffentlichkeit, aber hinter verschlossener Tür wurden auch ihnen von dem chinesischen Hilfsbeamten die Leviten auf den Hintern gelesen.

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Satire Gipfel erobert! - aus Heft 3/2011

Geschafft: Die Bastion des satirischen Protestes ist geschleift – ein Gipfel ist erobert. Eine lange Zeit der Frotzelei im Diktum der Gutmenschen, der Friedensfreunde und Fröscheretter geht zu Ende. Dieser Dieter Hildbrandt, der stammelnde Rechthaber mit seinem Scheibenwischer – da wollten und wollten die fünfziger Jahre einfach nicht vergehen! Und seine Nachfolger? Reflexhaft haben sie sich stets in die Regierenden, die Besitzenden, die Kriegführenden, die Korrupten, die Zensoren, Bürokraten, Lobbyisten, Rassisten und Faschisten verbissen!

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Falten im Zentralmassiv - aus Heft 2/2011

Auf eine Cohiba mit Arnold Schwarzenegger

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Wenn Österreicher ihre Heimat verlassen und im Ausland eine politische Karriere anstreben, stellen sich beim friedfertigen Teil der Weltgemeinschaft schon mal die Nackenhaare auf. Als Arnold Schwarzenegger zu Kaliforniens größtem Gouverneur aller Zeiten gewählt wurde, war das anders. Ein Erdbeben der Entzückung rollte von San Diego bis zum Upper Lake, weil nun endlich einer da war, der nicht das übliche Politikergeschwurbel verzapfte, sondern oft genug schon bewiesen hatte, dass man auch mit Halbsätzen seine Endziele erreichen kann. Im Laufe seiner siebenjährigen Amtszeit schmolzen die Hoffnungen jedoch wie eine Titan-Legierung im Hochofen. Nicht einmal neue Highways ließ der Österreicher bauen. Unser Korrespondent Florian Kech traf den scheidenden Gouverneur.

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Der Euro – weich, aber ungerecht - aus Heft 2/2011

beckklAm 1. Januar 2011 unserer Zeitrechnung hat Estland, zusammen mit Litauen und Lettland das größte Land des Baltikums, den Euro eingeführt. Damit ist der Euro um ein weiteres Beitrittsland reicher geworden und zählt jetzt 17 Mitglieder, die den Euro eingeführt haben. Euroland, das Land der Euroländer mit dem Euro, verfügt demzufolge über starke 331 Millionen zahlende Mitbürger, während es zuvor ganze 330 Millionen waren, also vor dem Euroanschluss Estlands, dem 17. Euroland innerhalb Eurolands!

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Rechtschlafend - aus Heft 2/2011

Die Kunst der Juristen besteht darin, selbst einfachste Tätigkeiten so zu verkomplizieren, dass man sich am Ende ohne Hilfe eines Anwalts nicht einmal mehr die Schuhe zubinden kann. Bedenklich vernachlässigt blieb bislang allerdings das Phänomen des Schlafens. Ausgeschlafene Leser ahnen längst: Es wäre unerträglich, wenn sieben Stunden Durchschnittsschlaf juristisch ungeregelt blieben. Deshalb hier die herrschende Rechtsauffassung auf Basis der FDGO:

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