Hier kommt der UFUTFU – aus Heft 3/2017


saupreisMehr Sicherheit für unsere Frauen und Töchter!« fordert und verspricht die AfD, doch der niederländische Rechtsaußen Geert Wilders sieht schwarz: Das Jahr 2017, sagt er, werde »Deutschland und dem ganzen Westen mehr Gewalt, mehr Angriffe auf unsere Frauen und Töchter, mehr Blutvergießen, mehr Tränen, mehr Kummer bringen«. Der gleichen Befürchtung hat der CSU-Grande Markus Söder Ausdruck gegeben: »Unsere Frauen und Töchter bekommen zunehmend Angst vor sexuellen Übergriffen.«

Nun dürfte es in Deutschland zwar einige Millionen Frauen geben, die sich dagegen verwahren würden, von Markus Söder mit einem besitzanzeigenden Fürwort als sein Eigentum angesprochen zu werden, aber er hat es sicherlich gut gemeint. Wenn die Zahl der Frauen und Töchter, die er tatsächlich für sich reklamieren kann, auch sehr übersichtlich ist, so steht er doch stellvertretend für viele besorgte Bürger, die sich fragen, ob für sie überhaupt noch irgendwelche unberührten deutschen Frauen und Töchter übrig sind. Die AfD verbreitet unablässig Schreckensmeldungen (»Fulda: Dunkelhäutiger Mann begrapscht Mädchen«, »Regensburg: Bulgare belästigt Mädchen-Gruppe, zieht einem Mädchen den Rock hoch«, »Hardheim: Asylbewerber und ›Orientale‹ fassen Frau bei Fastnachtsumzug an die Brüste«), und aus den Untiefen des Internets dringen in gebrochenem Deutsch die Klagelaute vieler Ureinwohner hervor: »Wer beschützt unsere Frauen und Töchter vor 2–3 Mio im Samenstau stehende Afrikaner und Araber, welche in Kürze flächendeckend, hordenweise und plündernd auf die arbeitende Stammbesatzung losgelassen werden?« Und: »Der Frühling kommt, der Sommer und die kurzen Röckchen ... Merkels schwanzgesteuerte Horden werden über unsere Töchter und Frauen herfallen!!!!«

Zur Abwehr dieser Gefahr ist in der sächsischen Gemeinde Kreischa jetzt der gemeinnützige Verein Unsere Frauen und Töchter Für Uns gegründet worden (UFUTFU e.V.). Im Gespräch umreißt der UFUTFU-Vorsitzende Botlef Löpprich (59) die Ziele seines Vereins und den Inhalt der »Aktionspakete«.


Herr Lipprich …

Löpprich, bitteschön.

Auch recht, Herr Löpprich, haben Sie Töchter?

Wenn das eine Fangfrage sein soll, weise ich sie mit aller Entschiedenheit zurück und sage Ihnen klipp und klar: Jawohl, ich habe vier Töchter aus drei Ehen mit deutschblütigen Frauen, aber dessenungeachtet geht es hier um weit gravierendere Probleme als mein Privatleben. Wir stehen am Abgrund. Tag für Tag fluten Tausende von Asylanten nach Deutschland und verletzten das Schamgefühl unserer Frauen und Töchter. Erst gestern hat sich, wie wir alle wissen, ein Syrer in Pirna einer blonden Kerzendreherin genähert und ihr einen unzüchtigen Antrag gemacht. Und das ist nur die Spitze eines Eisbergs …

Nach unserer Recherche wollte der Syrer von der Kerzendreherin nur wissen, wo die Otto-Ficker-Straße sei. Außerdem spielte sich das Ganze nicht in Pirna ab, sondern in Kirchheim unter Teck. Und der Syrer war in Wirklichkeit ein Italiener und die vermeintliche Kerzendreherin ein 45-jähriger schwarzhaariger Apotheker.

So? Verzeihung, da habe ich mich vertan. Ich meinte auch gar nicht die Kerzendreherin. Bei dem Vorgang, der sich ursprünglich in Pirna zugetragen hat, ist gestern eine blonde Räuchermännchenverkäuferin von einem Marokkaner angetanzt worden. Das können Sie auch dem Polizeibericht entnehmen.

Der liegt uns vor. Da heißt es aber nur, dass der Marokkaner Brahim Q. auf eine Anzeige gegen die Räuchermännchenverkäuferin Anneliese B. verzichtet habe, obwohl sie ihm – wir zitieren aus dem Polizeiprotokoll – »massiv an die Wäsche gegangen ist«.

Eben das sind ja die bedauerlichen Fehlentwicklungen, die wir bekämpfen wollen. Unsere Frauen und Töchter sind der Versuchung durch rein äußerlich zum Teil attraktiv oder scheinattraktiv wirkende Flüchtlinge aus Südosteuropa, Nordafrika und dem Nahen Osten oftmals nicht gewachsen. Besonders im Erzgebirge ist das einheimische Männerangebot zugegebenermaßen recht begrenzt, und wenn dann plötzlich diese muskelbepackten Naturburschen daherkommen, nicht wahr, mit dieser Anmutung von Urwald und Kannibalismus und vielleicht sogar noch mit einem Knochen im Schopf, dann schwinden eben mancher Frau, die wir für unsere Art erhalten wollen, die Sinne ...

Gibt es in dem Örtchen Cranzahl nicht sogar ein richtiges Räuchermännchenmuseum?

Ja, das stimmt. Meine Mutter ist da mal gewesen. Ich selbst wollte immer mal hin, aber es hat sich noch nicht ergeben.

Das Lustige ist ja, dass man bis heute nicht weiß, wozu Räuchermännchen eigentlich gut sein sollen.

Das gilt aber auch für Hinkelsteine. Wobei ich sagen muss, dass ich die Digedags viel witziger finde als Asterix oder Micky Maus. Ich bin nun mal ein Patriot, excuse me! Und es stinkt mir, dass die Ausländer in der Kriminalitätsstatistik mit uns Deutschen konkurrieren.

Um dem entgegenzuwirken, haben Sie in Kreischa ein »UFUTFU-Belästigungszentrum« gegründet. Was hat es damit auf sich?

Der Name ist etwas unglücklich gewählt. Wir denken daran, es in »UFUTFU-Begegnungszentrum« umzubenennen.

Und was geschieht dort?

In diesem Zentrum haben deutsche Staatsangehörige, die unserem Verein angehören, die einmalige Möglichkeit, die Kriminalitätsstatistik wieder zu unseren Gunsten zu verändern. Konkret gesagt: Hier können und dürfen sie deutsche und/oder deutschstämmige Frauen belästigen.

Und woher bekommen Sie die Frauen?

Die melden sich teils freiwillig und stammen teils aus einem Kontingent unserer baltischen Geschäftspartner.

Aber es kann doch wohl nicht sein, dass diese Frauen sich dort freiwillig belästigen lassen!

Erstens werden sie dafür bezahlt, und zweitens haben sie nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, anschließend Anzeige gegen die Täter zu erstatten. Sonst wäre die Sache ja sinnlos. Wir wollen doch gerade, dass diese Taten in der Kriminalitätsstatistik zu Buche schlagen.

Und was passiert mit den Tätern?

Denen garantieren wir Rechtsschutz und gewähren ihnen gegebenfalls auch eine Prozesskostenbeihilfe. Wenn sich das Modell bewährt, wollen wir auch in anderen Städten UFUTFU-Begegnungszentren eröffnen. Besonders Zinnwald-Georgenfeld, Pfaffroda, Pretzschendorf und Zschorlau haben schon Interesse angemeldet. Der Bedarf ist enorm.

Beschreiben Sie uns doch mal die Inneneinrichtung Ihres Zentrums.

Da wäre zunächst der stimmungsvoll illuminierte Kontakthof zu nennen. Wer das Gedränge dort nicht mag, der kann sich in der Kaminstube bei einem gepflegten Glas Sternquell oder Feldschlößchen in Ruhe einen Überblick über das Damenangebot verschaffen. Gegen einen geringen Aufpreis gibt es Schlüssel für Privatgemächer in der Ausstattung von zart bis hart. Hygiene ist dort oberstes Gebot. Und es hat sich noch keiner beschwert!

Inwiefern unterscheidet sich Ihr Begegnungszentrum denn von einem gewöhnlichen Puff?

Na, hören Sie mal! Unser Zentrum dient allein dem Volkswohl! Wenn wir Deutschen unter unseresgleichen auch bei Sittlichkeitsdelikten wieder führend sind, wird uns das ein völlig neues Selbstvertrauen geben. Wir müssen wieder männlich werden, wie unser Herr Höcke sagt. Wir sind nicht auf ausländische Straftäter angewiesen. Die Verbrechen der Deutschen brauchen sich hinter den Verbrechen anderer Nationen nicht zu verstecken! Die deutsche Kriminalität hat in der Welt seit jeher einen guten Klang, und das nicht ohne Grund!

Man erzählt sich, dass Ihr Verein jetzt eine Großkundgebung in Dippoldiswalde plant ...

Das ist richtig. Wir expandieren. Letzte Woche haben wir auch im Müglitztal für mehr deutsche Sexualstraftaten demonstriert.

Dippoldiswalde gilt aber traditionell als Hochburg des multikulturellen Miteinanders. Es gibt dort eine alteingesessene Community aus schwulen Vietnamesen, bisexuellen Roma und lesbischen, mit einflussreichen Frauen aus libanesischen und tschechischen Großfamilien liierten Erzgebirglerinnen und zudem eine schlagkräftige autonome Hausbesetzerszene. Man spricht in ganz Europa von der »Bunten Republik Dippoldiswalde«. Wie wollen Sie denn da ein Bein an den Grund kriegen?

Das schaffen wir schon. Der UFUTFU-Gedanke wird sich überall durchsetzen. Vielleicht nähern wir uns Dippoldiswalde aber auch in einer Zangenbewegung über Schmiedeberg und Bobritzsch- Hilbersdorf mit leichter Artillerie und den paramilitärischen Verbänden, die wir momentan im Weicholdswald ausbilden. Nach der Einnahme von Dippoldiswalde werden wir dann sehr genau untersuchen, welche Frauen und Töchter der Stadt sich auf ein Verhältnis mit Ausländern eingelassen haben. Die zuständigen Schnellgerichte werden wir mit Schöffen aus unserem Vereinsvorstand besetzen.

Klingt nach einer spannenden Zeit. Viel Erfolg, Herr Löpprich!

Danke sehr. Wo kann ich mein Honorar abholen?

Für dieses Interview bekommen Sie kein Honorar.

Am Telefon hieß es aber, also ihre Sekretärin hat …

Davon weiß ich nichts. Auf Wiedersehen.

Wovon soll ich denn jetzt meine Rückfahrkarte nach Kreischa bezahlen?

Sie können es ja mal hier auf dem Straßenstrich versuchen. Good luck, Herr Lipprich!

Löpprich!

Wie Sie meinen.

Gerhard Henschel
Zeichnung: Andreas Prüstel

 

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