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Meisterwerk

 

Nun ist es also so weit. Die Ehe für alles und jeden ist da. Hurra, es kann alles und jeder geknattert werden mit dem Segen des Staates! – Wer das widerlich findet, steht mal wieder als Opfer der Gesellschaft da, wird eingesperrt, gefoltert (wie die Dame im Gemälde) und kann nichts weiter tun, als Leitartikel und Leserbriefe voll zu jammern über die Verdorbenheit der Schwertkampf- und ScherenfreundeInnen, wie man in diesen politisch korrekten Kreisen sagt bzw. schreibt. Es ist eine Schande, dass all die Heteros sich jetzt verstecken müssen, leben müssen in der ständigen Angst, für lustfeindlich und faschistisch gehalten zu werden.

Dabei ist es doch eindeutig, und das Bild zeigt es: Aus der Verbindung von »Angie« Merkel mit dieser winzigen Frau mit schwarzen Klumpfüßen wird nie ein Kind hervorgehen. Diese Verbindung ist unproduktiv und damit widernatürlich.

Zwar hat Merkel auch aus der Hetero-Beziehung mit ihrem Mann keine Kinder, aber das hat Gründe, die niemanden etwas angehen, weil sie eventuell mit der Karriere der Kanzlerin zusammenhängen. Nach der Abstimmung über die Ehe für alles zeigt sich die Kanzlerin in diesem Bild bis zur Kenntlichkeit entstellt: als Peitsche schwingende Lesbe ohne Unterschenkel und Füße. Subtil und doppeldeutig weist der Künstler durch den Kosenamen Jogi auf einen klassischen Mann, wie er im Buche steht, und zwar auf Jogi Löw.

Und mit ihm auch auf den Fußball, diese letzte aller Hetero-Bastionen. Jogi und seine durchtrainierten Männer feierten soeben einen Erfolg mit der deutschen Nationalmannschaft beim Confed-Cup in Russland, einem Land, in dem es auch ohne die Ehe für alle gerade richtig aufwärts geht. Ja, haben wir denn keine anderen Probleme oder was?

Zum Beispiel die ganzen Ausländer, die was gegen Homos haben, diese Hinterweltler. Denken Sie da mal drüber nach!

J. v. Altenbockum

 

 

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