Liebe Leserin, lieber Leser,

viele von Ihnen sind nicht artig gewesen. Manche haben die Großeltern zum Kaffeetrinken getroffen und ihre Mund-Nase-Masken nicht nach jeder Benutzung im heimischen UV-Sterilisator desinfiziert. Andere haben alle Brötchen an der Backwarentheke angeleckt, obwohl sie schon über Erkältungssymptome klagten. Jetzt haben wir den Salat in Form von hohen Infektionszahlen. Wenn sich nicht alle am Riemen reißen, dann lässt Angela Merkel Weihnachten doch noch ausfallen und für alle Bundesbürger wird es ohne Nachtisch ins Bett gehen! Schließen Sie sich also noch heute ein, und lesen Sie lieber den neuen EULENSPIEGEL in absoluter sozialer Isolation. Darin finden Sie erhellende Einsichten über die Merz-Unterstützer (Seite 18), einen schönen Reisebericht der AfD aus Bergkarabach (Seite 30) und einen Beitrag über das saugende Homenoodeling (Seite 58). Viel Spaß!

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Das lange Warten

Der EULENSPIEGEL sprach mit dem Wahlhelfer John Smith aus Nevada über die Schwierigkeiten der Stimmenauszählung:

Mr. Smith, warum dauert die Auszählung so lange?

Zählen an sich ist eine leichte Sache. Damit habe ich keine größeren Probleme. Eins, zwei, zwölfunddruffzig – sehen Sie! Aber wie soll man in Ruhe zählen, wenn man ständig abgelenkt wird? …

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Zum 65.: Drei unbequeme Wahrheiten über Bill Gates

1.) Bill Gates serviert seinen Gästen zu Hause gerne Chips (intravenös).
2.) Von Bill Gates stammt die bekannte Redewendung: »Wenn sich ein Fenster schließt, öffnet sich kein anderes.«
3.) Über Schwurbler-Sprüche wie »Gib Gates keine Chance« oder »Gates noch?« kann Bill Gates gar nicht lachen – er versteht auf Deutsch gesagt nur Bahnhof.

Daniel Sibbe

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Intensivpatienten

Laut Bundesarbeitsministerium müssten Pflegekräfte bei einer 35-Stunden-Woche 53 Jahre lang arbeiten, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung von 814 Euro zu beziehen. Sozialpolitiker wie Friedrich Merz (CDU) zeigten sich entsetzt: »Um diesen Menschen einen würdigen Ruhestand zu ermöglichen, müssen wir jetzt schleunigst das Renteneinstiegsalter weiter erhöhen.«

Daniel Sibbe

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Kein Aprilscherz

Um die Bevölkerung nicht weiter zu verunsichern, bittet das Bundesgesundheitsministerium darum, heute auf erfundene Geschichten zum Coronavirus zu verzichten. Die Behörde empfahl stattdessen, einen Eimer Desinfektionsmittel auf einer geöffneten Tür zu platzieren, Hustengeräusche durch ein Furzkissen zu übertönen oder im Homeoffice die Uhren auf Kurzarbeit vorzustellen.

Daniel Sibbe

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Das neue Heft ist da!

Bei Redaktionsschluss konnten wir nicht ahnen, dass das Corona-Virus auch Friedrich Merz befallen würde, der sich nun in seinem Anwesen, das so groß ist, dass es auf 40 Millionen Bierdeckel passt, verbarrikadieren musste. Wir hoffen, dass er die Krankheit gut übersteht, um danach die CDU weiterhin in ungeahnte Höhen hieven zu können. Für alle, die sich gerade wie Friedrich Merz in Quarantäne befinden, haben wir eine Überraschung im Heft: In unserem Spezial »Drinnen – das Magazin für Quarantänekultur« widmen wir uns den Chancen der Quarantäne, Nudeln und Klopapier. Außerdem gibt es ein Porträt vom Krisenmanager Söder und einen Ausflug ins märkische Velten. Machen Sie sich die Apokalypse also so schön wie möglich und genießen Sie die Lektüre des neuen EULENSPIEGEL, während Sie ein paar Kidney-Bohnen aus der Büchse verspeisen und danach in die Armbeuge rülpsen! Aus Seuchenschutzgründen empfehlen wir, das Heft online zu kaufen. Zwei-Megabyte-Abstand einhalten!

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Blau light

Medienberichten zufolge hat die Bundespolizei zur Besetzung neu geschaffener Stellen ihre Anforderungen an Bewerber gesenkt. Beim Diktat fallen künftig die Begriffe »Strukturell-systemische Polizeigewalt« und »behördeninternes Sonderermittlungsverfahren« weg. Der Fitnesscheck besteht aus dem Bezwingen eines ein Meter hohen Aktenberges. Und die Gesundheitsüberprüfung wird auf einen Sehtest beschränkt (nur linkes Auge).

Daniel Sibbe

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Sträflich vernachlässigt

Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer wünscht sich Kinderbücher mit neuen Berufsidealen, in denen den Kleinen nicht nur erzählt wird, dass man Lokführer oder Krankenschwester werden kann, sondern auch Gründer und Unternehmer. Die Branche hat umgehend reagiert und veröffentlicht aus ihrer beliebten Pixi-Buchreihe die Folge »Ich habe einen Freund, der ist kriminell.«

Daniel Sibbe

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Andere Länder

Der Aufsichtsratsvorsitzende von Schalke 04 Clemens Tönnies sagte beim Tag des Handwerks in Paderborn, man solle in Afrika mehr Kraftwerke bauen. »Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.« In Deutschland hingegen wäre es schön, wenn es ein paar Kraftwerke weniger geben würde. Dann würde man, wenn‘s dunkel ist, nicht mehr so oft Schalke 04 Fußball spielen sehen.

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VW spart ein

VW will sparen. Als erstes wird die Farb-Option aller Drucker abgeschaltet, um weniger Tinte zu verbrauchen. Als nächstes plant VW, das W im Firmennamen zu streichen. Und danach will V bloß noch ein kleines v benutzen, da man dafür weniger Druckerschwärze benötigt.
Ein Sprecher von v sagte: »Das sind natürlich nur Anfänge. Als nächstes wollen wir nur noch jedes zehnte Wort, später eine Art, mit der man.«

Guido Rohm

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Freunde bleiben

Mandy Capristo gratulierte ihrem Ex-Freund Mesut Özil zu dessen Hochzeit mit den Worten: »Wenn das Glück einer Person dir immer am Herzen lag, dann freust du dich auch für sie, wenn sie jemanden gefunden hat, der so viel besser zu ihr passt.« So viel Aufrichtigkeit zeigte natürlich Wirkung: »Ich bin so erleichtert, dass Mandy nicht eifersüchtig auf mich ist«, gab ein sichtlich erleichterter Tayyip Erdogan zu Protokoll.

Michael Kaiser

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Respekt

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hält an der Grundrente fest. Dabei geht es ihm »um die drei Millionen Menschen in Deutschland, die ihren Lebtag gearbeitet haben« und somit Recht hätten, mehr zu bekommen, als diejenigen, die nie gearbeitet haben. Das heißt also, dass die Grundrente über dem Höchstsatz von Ministerpensionen von zur Zeit 9168 € liegen muss. – von Michael Kaiser

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Die neuen CSU-Formate

Nach der äußerst erfolgreichen Kooperation von Andi Scheuer und »Germanys next Topmodel« plant die CSU weitere Zusammenarbeiten mit Fernsehformaten. Unter anderem sollen in einer Sonderausgabe von »Goodbye Deutschland! Die Auswanderer« 200.000 Flüchtlinge ins sichere Afghanistan begleitet, beim »Supertalent Frauen«, die Damen prämiert werden, die am längsten am Herd stehen können und im neuen Format »KFZ-Zeichen XY überholt« ausländische Autofahrer zur Kasse gebeten werden.
Scheuers Kommentar dazu: »Looks like shit but saves my vote!« – von Felix Gropper

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Verständlich

Der Afrika-Beauftragte der Bundesregierung Günter Nooke sagte, im Kolonialismus seien »archaische Strukturen« beseitigt worden und in afrikanischen Staaten müsse deswegen »autoritärer regiert werden«. Das ist korrekt. Und aus diesem Grund würde es auf großes Verständnis stoßen, wenn in Afrika in nächster Zeit ein altgedienter Bürgerrechtler weggesperrt werden sollte. – von Manfred Beuter

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Premiere

Ralph Brinkhaus kann sich einen Muslim als CDU-Kanzler vorstellen. »Warum nicht?«, fragte er im Gespräch mit der evangelischen Nachrichtenagentur Idea. Er knüpfte seine Aussage an zwei Bedingungen: Er müsse ein guter Politiker sein und er müsse die Werte und politischen Ansichten der CDU vertreten. Ob es einem Muslim gelingen wird, was bislang noch niemandem gelungen ist? – von Guido Pauly

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Werkstatt-Poesie

Die CDU hat in ihrem »Werkstattgespräch« beschlossen, in der Migrationspolitik auf »Humanität und Härte« zu setzen. Nach diesem Vorbild wurden auch für andere Politfelder inhaltliche Paarungen entwickelt: »Absicherung und Armut« (Sozialpolitik), »Nachhaltigkeit und Verschmutzung« (Umweltpolitik), »stärkerer Verfassungsschutz und Kampf gegen Rechtsradikalismus« (Innenpolitik) und in der Koalitionsarbeit heißt es künftig: »Partnerschaft auf Augenhöhe und SPD«. – von Jürgen Miedl

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Satte Aufgabe

Weil jährlich rund elf Millionen Tonnen Essen im Müll landen, plant die Bundesregierung eine »Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung«. Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) spricht von einer »vereinten Kraftanstrengung« aller Akteure. Als Sofortmaßnahme soll ihr Parteifreund Peter Altmaier direkt in die Kantine des Ernährungs- und Landwirtschaftsministerium wechseln. – von Daniel Sibbe

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Wen der Hafer sticht

Ende November hat sich der fraktionsübergreifende »Parlamentskreis Pferd« gegründet, dem neben Andrea Nahles und Ursula von der Leyen 23 weitere Abgeordnete beigetreten sind. Das Ergebnis des ersten Treffens können Sie hier nachkochen: 5 Schalotten, 3 Paprikaschoten, 200 ml Rotwein, 200 ml Wasser, Thymian, Paprika edelsüß, Wacholderbeeren, Salz, Pfeffer und 500 g Gulasch vom Pferd. Alles in einen Topf und 4 Stunden lang köcheln lassen.

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Antideutscher Autoterror

Ein 50-jähriger Mann hat mit seinem Wagen im Ruhrgebiet mehrfach Bürger mit Migrationshintergrund angefahren und dabei zum Teil schwer verletzt. Sein Ziel war es offenbar, unser Volksvermögen mit massiven Krankenhaus-, Prozess- und Gefängniskosten zu belasten, rechte Gesinnungen zu diskreditieren und tiefe Sympathien für Flüchtlinge zu wecken. Ob er dabei perfiderweise auch noch einen deutschen Mittelklassewagen benutzt hat, ist bislang nicht bekannt.

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