Ottifanten sind nicht ausgestorben

Von FELICE VON SENKBEIL, Zeichnung TOM FIEDLER

Wenn die Nachbarinnen mit prallen Papiertüten im Arm über den Hof schlurfen, aufgeregte Kinderstimmen triumphierend verkünden, dass Whisky und Kaffee und Zigaretten alle sind und der Papa sich nochmal aufs Rad schwingt – dann ist wieder mal Sammelzeit.

Normalerweise sind wir uns einig in unserer solidarisch-, ökologisch- und genderoffenen Hausgemeinschaft: Wir kaufen fair ein. Dafür haben wir einen »Food Circle« geründet. Ehrenamtliche Helfer schaffen frische Bioware vom Großmarkt ran und wir zahlen nicht mehr als bei Edeka.

In diesem Punkt ist unsere Welt in Ordnung – wären da nicht die Kinder. Die sind manipulierbar und anfällig für die plattesten und zugleich raffiniertesten Tricks des Kapitalismus. Sie sind nicht etwa nur die Konsumenten von Morgen, sondern erpressen den Konsum von heute.

Es ist ihre Gier nach Sammelspielzeug, nach diesen kleinen, sinnlosen Dingern, die uns konsumkritische Erwachsene in den Discounter und den Papa aufs Fahrrad zwingt.

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